Panama Amphibian Rescue and Conservation Project: Die Frösche vor dem Aus

Juni 26, 2011 in Allgemein

Harlekin Frisch (Brian Gratwicke, Smithsonian Conservation Biology Institute)

Harlekin Frisch (Brian Gratwicke, Smithsonian Conservation Biology Institute)

Amphibien werden seit Jahren von einem aggressiven Pilz heimgesucht, dem Chytrid (gesprochen: [kit-trid], vollständiger Name: Chytrid Batrachochytrium dendrobatidis). Er befällt Frösche oder Salamander und führt zu Appetit- oder Bewegungslosigkeit und in anderen Fällen zu Verhärtungen der Haut. Man geht davon aus, das bis zu 30% der weltweiten Amphibienpopulation von diesem Pilz dahingerafft wurden.

Studien zeigen Hinweise, dass der Pilz sich oberhalb von 28°C sehr unwohl fühlt und nur langsam vermehrt. Dies wird als mögliche Erklärung herangezogen, warum in kühleren Regionen die Chytrid-infizierten Funde größer sind. Gleichzeitig läßt eine konträre Studie den Schluss zu, dass natürliche Hauteiweiße bei Temperaturen um die 10°C das Wachstum der Pilze behindern oder sogar stoppen.

Das Panama Amphibian Rescue and Conservation Project ist eines von vielen Stationen, die versucht den Artenbestand zu konservieren, indem die Frösche aus ihrem natürlichen Lebensraum entnommen und in Terrarien künstlich gehalten werden. Durch die Gefahr möglicher Infektionen, müssen die armen Frösche täglich mit einem Fungizid gespült werden und das für ungefähr 10 Tage, bevor sie zu ihren Artgenossen in die Terrarien verlegt werden. Eine Behandlung mit Antibiotikum ist bei stark infizierten Amphibien indiziert und führt in vielen Fällen zum Erfolg. Die Webseite des Panama Amphibian Rescue and Conservation Project zeigt weitere Bilder und ruft auch zu Spenden auf, um weitere Frösche aufnehmen zu können.

Harlekin Frosch (Brian Gratwicke, Smithsonian Conservation Biology Institute)

Harlekin Frosch (Brian Gratwicke, Smithsonian Conservation Biology Institute)

So süß die Tiere auch sind, so dramatisch die toten Frösche auch aussehen und so gefährlich das Artensterben auch sein mag – Wer versteht, was in der Natur wirklich vor sich geht? Wir sehen das Sterben und glauben handeln zu müssen. Man verstehe mich nicht falsch, dieser Artikel soll ja gerade Aufmerksamkeit auf dieses Problem lenken, doch was, wenn dieser Pilz uns vor einer anderen, noch nicht sichtbaren Gefahr schützt? Wer versteht denn den Zusammenhang zwischen dem Frosch in Panama und der Margherite im eigenen Vorgarten? Gibt es einen?

Es gibt Vorschläge von Physikern, Hausdächer und große Flächen weiß zu pinseln, damit Sonnenstrahlung reflektiert und die globale Erwärmung reduziert werden. Man will solarbetriebene Schiffe mit solarbetriebenen Wassersprühern auf den Ozeanen kreuzen lassen, um damit die Erde zu kühlen. Und gleichzeitig werden Pestizide versprüht um „Unkraut“ in Weizenfeldern abzutöten. Werden genmanipulierte Produkte in Umlauf gebracht, die Giftstoffe gegen bestimmte Pilz-, Bakterienarten oder Insekten enthalten. Versteht denn einer dieser Biologen/ Chemiker was er langfristig damit anstellt? Wie tief er in die Nahrungskette eingreift?

Wir müssen aufhören uns in die Natur einzumischen. Nicht die Natur muss sich nach uns richten, sondern wir müssen uns so gut es geht in die Natur einfügen. Nur ein Beispiel: Angeblich sind die Dinosaurier auf einen Schlag ausgestorben und die Erde war fast leergefegt. Trotzdem hat sich der Mensch, haben wir uns, aus diesem Vorfall entwickelt. Wir sollten mehr Vetrauen in die Natur setzen, die wird sich schon zu helfen wissen, unsere Hilfe braucht sie dazu nicht.