Linux – Fotos Batchbearbeiten

Juli 13, 2011 in Mit Linux

Mit Linux ist alles einfacher? Denkste! Aber es wird bequemer, wenn man sich erstmal auskennt. Wie verändere ich einen ganzen Ordner voll Fotos?

Wenn ich meine Artikel einliefere, gibt es ganz bestimmte Vorgaben für Dateigröße, Abmessungen und Codierung meiner Bilder. Gerade wenn ich eine Fotostrecke anfertige, müsste ich dafür alle Fotos einzeln abarbeiten – ziemlich stumpfsinniges Prozedere. Zum Glück ist Linux vorallem für eines gut: Automatisierte Abläufe.

Zuerst einmal brauchen wir das passende Programm, es gibt hundert-millionen-tausend-milliarden-trillionen, aber wir entscheiden uns nur für eines – Phatch. Installation unter Ubuntu/ Linux Mint erfolgt wie gehabt:

sudo apt-get install phatch

Danach finden wir es auch schon im Programm-Ordner. Auf den ersten Blick mag es etwas verwirrend sein, denn bevor wir starten können, müssen wir erst einmal die Aktionen festlegen. Ich habe hier mal etwas vorbereitet, siehe Foto. Um dahin zu gelangen klickt man das Plus-Symbol und stellt sich die gewünschten Optionen zusammen.

Die Auswahl ist überwältigend, haltet euch also an mich. Wir wollen alle Fotos eines bestimmten Ordners erstmal anonymisieren, klickt Euch also „Delete Tags“ und „Time Shift“ heraus. Damit werden Daten wie Kamerahersteller, Uhrzeit oder auch Aufnahmeort gelöscht, mit dem Time Shift können wir dann ein beliebiges Datum angeben. Nun klicken wir uns noch „Skalieren“ und „Leinwand“ in die Auswahl hinein. Damit werden alle Fotos auf eine bestimmte Größe skaliert (unbedingt „Seitenverhältnis JA“ anklicken) und sollte das Seitenverhältnis nicht wie gewünscht 16:9, 4:3 oder was-auch-immer sein, dann wird das Foto einfach auf eine Leinwand mit gewünschter Größe und Farbe geklatscht.

Die ganze Mühe wäre aber vergebens gewesen, wenn wir das Foto nicht auch abspeichern würden, also auch „Speichern“ hinzufügen. Dieser Dialog hat es in sich und bringt einige Vorteile mit sich: Nicht nur lassen sich das Dateiformat und die Speicherqualität festlegen, auch die endgültige Dateigröße kann man dem Programm vorschreiben – inklusive einer Toleranzschwelle, um die es abweichen darf.

Braucht man diesen Arbeitsabluaf öfters, empfiehlt es sich die Liste abzuspeichern. Daraufhin starten wir unseren Roboter mit STRG + ENTER. Im Pop-Up legen wir den Ordner für die Dateien fest und auch welche Fotoarten konvertiert werden sollen (JPG,PNG,BMP;…). Ab hier kommt es darauf an, was man im Dialog „Speichern“ vorgegeben hat. Ich empfehle einen Ordner mit /home/MeinOrdner/<##Tag>–<##Monat> im Speicherdialog als Standard zu definieren, dadurch verhindern wir, dass die Originaldateien überschrieben werden.

Nun noch auf „Stapelverarbeitung“ geklickt, den Kontrolldialog bestätigt und die Sache ist geritzt – ziemlich simpel, oder?