
Clambook - soll das Smartphone zum Laptop werden lassen
Mein Smartphone hat einen Quad-Core-Prozessor, mein Laptop hingegen „nur” Dual-Core – muss ich mir jetzt Sorgen machen? Keine Frage, Smartphones werden potenter denn jeh und es scheint, als machten sie den Netbooks, vielleicht bald auch den größeren Notebooks, Konkurrenz. Da gab es anfangs den „
Palm Foleo”, ein Laptop ohne Speicher. Die Daten sollte ein Palm Smartphone über Bluetooth liefern. Der Foleo floppte und kam nie auf den Markt. Viel später versuchte Motorola mit dem
Atrix Lapdock sein Glück. Doch in Deutschland blieb auch diese Erweiterung leider hinter dem erwarteten Erfolg zurück. Mittlerweile wird das, ohne Smartphone völlig nutzlose,
Lapdock für weniger als 100€ verkauft. Und auch das
BlackBerry Playbook wurde von RIM so konzipiert, dass es ohne BlackBerry Handy zu nicht viel taugt. All die speziellen Lösungen entpuppten sich als Fehlschläge.

Über MHL können FullHD-Videos ausgegeben werden
Und jetzt gibt es etwas Neues, das
Clambook. Gleiche Idee nur diesmal etwas größere Zielgruppe: Sowohl iPhones, als auch Android-Geräte können angeschlossen werden. Dies geschieht über ein wenig elegantes MHL-Adapter-Kabel. Angesteckt erweitert man den Bildschirm um ein 16:9-Display unbekannter Auflösung und Größe. Auch der Rest bleibt im Dunkeln – im Moment ist es lediglich eine Absichtserklärung. Da ist mir ein
Asus Padfone lieber, denn das nimmt das Smartphone auf und braucht nicht ein extra Kabel für die Anbindung.
Wenn die spärlich gesäten Daten korrekt sind, so kann man sich schnell selbst zusammenreimen, was man damit erhalten wird
- 11-Zoll Bildschirmdiagonale, Glare-Type
- rund 8 Stunden Akkulaufzeit
- Chiclet-Style Tastatur mit kurzem Hub – bestätigt
- Touchpad – bestätigt
- Gehäuse aus Aluminium – bestätigt
- Stereoklang, Cinema 3D Sound – bestätigt
- Firefox-Desktopbrowser – bestätigt, jedoch nur für bestimmte Modelle
Ich vermute sogar, dass in diesem Falle die Verbindung zu Maus und Tastatur über Bluetooth hergestellt wird. Es wäre zumindest einfacher bei der Implementierung und für mehr Geräte geeignet. Beim Preis darf man mit mindestens 350 Euro, eher aber um die 400 Euro rechnen.
Bei all den Misserfolgen dieser Geräteklasse ist an einen Durchbruch nicht zu glauben – doch vielleicht ist der markt nun reif dafür.