Der Xiaomi-Trojaner und meine Nudeln

Januar 22, 2015 in Die Sicherheit, Smartphones

IMG_0550-0.JPGMan kennt das: Der Topf steht auf dem Herd, kurz mal die Küche verlassen… und dann rennt man hektisch zurück, weil die Nudeln überkochen.
So ähnlich ist mir das mit der Xiaomi-Story passiert, da geht es um einen chinesischen Hersteller von Smartphones.

Woran man einen Experten erkennt

Wir bestellten online bei einem Importeur ein Xiaomi Mi4, ich entdeckte den Trojaner und schrieb eine Geschichte darüber. Nichtsahnend veröffentlichte ich die und auf einmal kochte die Geschichte hoch: Erboste Leserbriefe unterstellten mir, von der Smartphone-Konkurrenz bezahlt worden zu sein. Ein anderer meinte, als „Experte“ müsse ich doch wissen, dass man originale Xiaomi-Smartphones nicht bei dem Online-Händler bekomme, wo wir einkauften. Und wenn man keine Argumente mehr hat, kommt der „Bild-Knüppel“ raus: „reine Panikmache von der BILD“.

Nur nicht die Finger verbrennen

Puh, in so einem Moment hebt man normalerweise hektisch den Deckel ab… und verbrennt sich die Finger. Stattdessen habe ich den Topf kurz vom Herd genommen, mit den Fakten die Suppe umgerührt und dank Decuro und G Data zwei tolle Partner für Hintergrund-Informationen genutzt.
Mittlerweile stellt sich heraus, es sind weitaus mehr Online-Händler betroffen und auch mehr Smartphones als zu Anfang vermutet.

Es ist schön, wenn man mit reinen Fakten glänzen kann und Diskussionen am Ende ins Leere laufen. Aber egal, die Nudeln sind jetzt fertig.